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der Seiten (vollständig oder nur in Auszügen) sind Quelle und Autoren anzugeben. |
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EINFÜHRUNG
TALLENT
Sprachen lehren und lernen - effizienter durch Informationstechnologie
Es handelt sich um eine 60
Stunden umfassende, Modulsequenz für Lehrkräfte europäischer
Sprachen, die als Zweit- oder Fremdsprache gelernt werden. Entwickelt
wurde sie von Fachwissenschaftlern von elf europäischen Universitäten,
subventioniert von der Europakommission unter dem Programm Lingua Action
A.
Ziele
Die Benutzer
- Werden mit den wesentlichen
Anwendungsmöglichkeiten im
Bereich Informationstechnologie (IT) und Sprachenlernen
vertraut gemacht
- Erhalten Orientierungshilfen
für die Verwendung neuer
Technologien vor dem Hintergrund neuester theoretischer
und empirischer Forschung
- Sind in der Lage, IT in
ihre Lehrprogramme zu integrieren
- Erhalten Anregungen für
die eigene berufliche und
persönliche Weiterentwicklung durch die Vermittlung
übertragbarer Konzepte wie "autonomes Lernen" und
"Lernen lernen"!
Der Kurs besteht aus Seminaren
und Workshops. Die Seminare zeigen die Möglichkeiten auf; in den
Workshops setzen die Teilnehmer diese Möglichkeiten in die Praxis
um.
So werden Ideen gefördert
für die Integration technologischer Mittel in bestehende Lehr- und
Lernprogramme - und für die Konzeption pädagogischer Projekte
in den erprobten Bereichen.
Die Kursstruktur ist flexibel.
Das heißt, sie erhält ihre Endfasssung erst nach einer Analyse
der Zielvorstellungen und Interessen der einzelnen Teilnehmer. Zu den
Themen gehören:
- Sprachen lernen und IT
- Nachschlagewerke: On-Line-Wörterbücher,
Dateien und
Literaturquellen
- Der Gebrauch des Internet
- Das Herstellen einer Webseite zum Erlernen einer Sprache
- Autorenprogramme: ihre Bewertung, Auswahl und Nutzung
- Konkordanzen benutzen: datenorientiertes Lernen, die Verwendung und
Herstellung von Datenkorpora
- Die Bedingungen für autonomes Lernen mit Hilfe von IT
Die Aufgaben zu den Materialien
in diesem Heft beziehen sich auf die Pilotfassung dieses Kurses.
Der Tallent-Kurs in Frankfurt
(Oder) befasst sich vorrangig mit Materialien für Deutsch als Fremdsprache.
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KURSAUFBAU
| TAG |
Kursinhalt |
| 1 |
Einführung
Bedarfsanalyse |
| 2 |
Sprachen lernen
und IT |
| 3 |
Bedingungen
für autonomes Lernen und IT |
| 4 |
Nachschlagewerke |
| 5 |
Der Gebrauch
des Internet beim Lehren und Lernen von Sprachen |
| 6 |
Herstellen
einer Webseite für das Lernen einer Sprache I |
| 7 |
Herstellen
einer Webseite für das Lernen einer Sprache II |
| 8 |
Autorenprogramme
I |
| 9 |
Autorenprogramme
2
Datensammlungen und Konkordanzen 1
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| 10 |
Datensammlungen
und Konkordanzen 2
Evaluation |
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Fragebogen
für eine Bedarfsanalyse
Thomas Vogel
Der ausgefüllte Fragebogen
sollte vor Kursbeginn zurückgesandt sein. Nur so haben die Kursleiter
die Möglichkeit, ihre Materialien und Lehrinhalte auf die Erwartungen
der Kursteilnehmer einzustellen.
- Welche Sprache(n) unterrichten Sie?
- Unterrichten Sie sie als Zweit- oder Fremdsprache (d.h. innerhalb
oder außerhalb des Landes, in dem sie gesprochen werden) ?
- Auf welchem Level unterrichten Sie?
- Wen unterrichten sie?
- Auf was bereiten Sie ihre Schüler vor? ( Abschlussexamen, Beruf,
Tourismus, ...)
- In welcher Einrichtung unterrichten Sie?
- Unterrichten Sie Ihre Muttersprache?
- Seit wann arbeiten Sie als Lehrkraft?
- Welches Material benutzen Sie ? Woher stammt es vorwiegend?
- fertig konzipierte Lehrwerke
- authentische Materialien
- selbst angefertigte Unterlagen
- Was verstehen Sie unter guten Sprachlehrmaterialien?
- Skizzieren Sie die Art und Weise Ihres Unterrichts, Ihren Lehrstil
- Inwieweit strukturieren Sie Ihre Unterrichtsstunden?
- In welcher Form motivieren Sie ihre Schüler?
- Wie würden Sie sich verhalten, wenn Schüler explizit Kritik
an Ihrem Unterricht übten und nach Änderungen verlangten?
- Welche Rolle spielt das Konzept der Lernerautonomie in
Ihrem Unterricht?
- Beschreiben Sie 3 Ihrer bevorzugten Aufgabenstellungen im Unterricht
- Beschreiben Sie 3 Ihrer bevorzugten Formen der Hausaufgabe
- Welches sind Ihrer Erfahrung nach die wesentlichen Probleme bei der
Vermittlung von Fähigkeiten zum
- Sprechen
- Lesen
- Schreiben
- Hörverstehen?
- Wie bringen Sie Grammatik bei ?
- Welche Rolle spielt der Themenbereich ´interkulturelle
Kommunikation´ in Ihrem Unterricht ?
- In welchem Maße haben Ihre Schüler Gelegenheit, in der
Fremdsprache mit Muttersprachlern oder NichtMuttersprachlern zu kommunizieren
?
- Welches sind für Sie die idealen Bedingungen, eine
Sprache zu lernen ? Wie würden Sie selbst am liebsten
eine
- Benutzen Sie IT bereits im Unterricht ? Welchen Typ ?
(Internet, CD ROM, ...)
- Benutzen Sie IT bereits zur Unterrichtsvorbereitung ? In welcher Form?
- Geben Sie Ihren Schülern Aufgaben, bei denen sie IT
benutzen müssen ? Nähere Erläuterung
- In welchen Fällen erscheint Ihnen die IT-Verwendung im
Unterricht problematisch ?
- Was erwarten Sie vom TALLENT-Kursprogramm ?
- Welche Hilfestellung erwarten Sie von IT-Experten ?
- Benutzen Ihre Schüler IT außerhalb des Sprachunterrichts?
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Modul
1
Sprachen
lernen und IT
Thomas Vogel
" In den frühen 80er
Jahren schien vielen Sprachlehrern der Sekundarstufe der Einzug des Computers
in die Klassenzimmer eher als eine Lösung, für die noch ein
Problem gesucht werden musste - als eine Lösung für die Probleme,
mit denen sie sich tatsächlich abplagen mussten. " (übersetzt
aus: Sue Hewer in Hawkins 1996:229)
Mit dem Modul `Sprachen lernen
und IT´ wollen wir einen Weg aufzeigen, der die oben angedeutete
Paradoxie auflöst. Wir versuchen dies, indem wir die Diskussion über
IT im Sprachunterricht vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Probleme
führen, denen Lehrer im Arbeitsalltag gegenüber stehen.
Ziele
Das vorliegende Modul liefert den theoretischen Hintergrund, vor dem die
praktische Anwendung von IT in den Modulen 2 - 6 erörtert und bewertet
werden kann. Die Benutzer werden eingeführt in die modernen Theorien
über kognitive Voraussetzungen des Erst- und Zweitspracherwerbs.
Besonderes Augenmerk wird auf die Parameter gelegt, mit denen ver-schiedene
Erwerbssituationen differenziert werden können. Es ist weitgehend
unumstritten, dass der Ewerb einer zweiten Sprache unter so genannten
natürlichen Bedingungen (Zweitsprachenerwerb) problemloser und schneller
verläuft als das methodische Lernen im Unterricht (Fremdsprachenerwerb).
Wir wollen überprüfen, ob durch IT natürliche Kontexte
simuliert werden können, die sich positiv auf den Erwerbsverlauf
auswirken.
In einem zweiten Schritt stellen
wir bestimmte Lehrmethoden vor, um sie anschließend zu bewerten.
Dabei werden auch die Erfahrungen der Kursteilnehmer zum Tragen kommen.
Der Einsatz von IT allein ist noch keine eigenständige Methode.
IT stellt lediglich bestimmte
Mittel bereit, die vermutlich in jedem Lehransatz Anwendung finden könnten:
grammatik-betonten Unterricht ebenso wie bei eher kommunikationsorientierten
Verfahren.
Die Teilnehmer werden Bewertungskriterien für verschiedene IT-Möglichkeiten
entwickeln - auf der Basis eigener Lehrerfahrungen.
Das Modul gibt den Teilnehmern
zudem Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über IT , d.h. zur Diskussion
über Möglichkeiten und Grenzen. Dabei wird es auch um die Veränderung
von Lernkulturen gehen. Es kann sehr gut möglich sein, dass es letzlich
die Schüler und nicht die Lehrer sind, die sich der Einführung
von IT im Klassenzimmer widersetzen - weil sie bestimmte Vorannahmen im
Bezug auf Rolle und Verhalten eines Lehrers mitbringen.
Aufbau
Das Modul besteht aus vier Sektionen:
- Die Parameter des Spracherwerbs
- Unterrichtskonzeptionen und IT
- IT beim Lernen und Lehren von Sprache
- Veränderungen im Unterricht durch IT
1. Die Parameter des Spracherwerbs
Dieser Teil beginnt mit ´der gemeinsamen Erstellung von Postern´,
bei der die Teilnehmer sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen sollen:
- Welches ist für Sie die ideale Sprachlernsituation ?
- Worin sehen Sie den Unterschied zwischen L1- und L2-Erwerb ?
- Nennen Sie unterschiedliche Lerntypen ?
- Worin besteht der Unterschied zwischen Mathematik lernen und Sprachen
lernen ?
- Warum fällt es einigen Menschen leichter als anderen, Sprachen
zu lernen ? Wie kann man Schülern mit offensichtlichen Lernschwierig-keiten
helfen ?
Nach der ´Poster-Diskussion´
stehen folgende Aspekte im Vordergrund:
- Lerntypen
- L1- vs. L2-Erwerb: die grundlegenden Unterschiede
- Psychologische Faktoren beim Erlernen einer Sprache
- Sprachlernerfolg
- Sprachlernsituationen
Die Teilnehmer erarbeiten die
"idealen Bedingungen des Lernens" und erörtern den Beitrag,
den IT für diese Bedingungen leisten kann.
2. Unterrichtskonzeptionen
und IT
Die Teilnehmer werden gebeten, auf der Grundlage ihrer bevorzugten Lehrmethode
eine kurze Übungseinheit zu entwerfen. Sodann werden unterschiedliche
Ansätze aus verschiedenen Lehrbüchern vorgestellt. Die Ansätze
werden analysiert und bewertet. Als nächstes werden speziell für
das Sprachlernen erstellte Websites zusammengetragen. Auch sie werden
hinsichtlich der zu Grunde liegenden Methodik ana-lysiert. Den Teilnehmern
soll ins Bewußtsein rücken, dass man bei einer wertenden Analyse
nach dem Nutzen für die vier Basisfähigkeiten differenzieren
muss: Schreiben, Lesen, Sprechen, Hörverstehen. Die ausgiebig diskutierten
Fragen der Authentizität und der Wirklichkeitsnähe im Sprachunterricht
stehen bei der Analyse der Web-Programme im Vordergrund.
Wir konzentrieren uns auf folgende
Punkte:
- Moderne Lehrmethoden und Lerntheorien
- Eklektische Verfahren in der Unterrichtsgestaltung: persönliche
Erfahrungen
- Die Grad von Authentizität und Wirklichkeitsnähe in der
Vermittlung von Sprachen
- Das Konzept des autonomen Lernens: Idealvorstellungen und Wirklichkeit
- Die Bedeutung von Sprachlehrmaterialien
- Der Projektansatz im Sprachunterricht
Vor diesem Hintergrund tragen
die Teilnehmer die wesentlichen Bedingungen für `realistisches Lernen
im Web´ zusammen.
3. IT beim Lernen und Lehren
von Sprache
Dieser Teil beginnt mit einer Erörterung der Vor- und Nachteile traditioneller
Materialien: Lehrbücher, Videos, Kassetten, Overheads, Sprachlaboreinrichtungen,
weitere Medien.
Es folgt ein Vergleich mit
IT-Komponenten - die die traditionellen Hilfsmittel entweder vollständig
ersetzen oder sie lediglich ergänzen.
Die Teilnehmer bündeln ihre gemeinsamen Erfahrungen. Des weiteren
werden sie unterschiedliche Materialien für Sprachen in Augenschein
nehmen, die sie bislang noch nicht gelernt haben.
Folgende Punkte werden diskutiert:
- Der Gebrauch traditioneller Hilfsmittel
- Erfahrungen mit `Neuen Medien´: Probleme
- Steuerung des Lernprozesses unter Einsatz elektronischer Medien
- Der virtuelle Klassenraum als Lösung aller Probleme ?
- Richtlinien für die Bewertung von Lehrbedingungen und - materialien
4. Veränderungen im
Unterricht durch IT
Am Ende des Moduls erörtern die Teilnehmer, inwieweit sich das jeweilige
Unterichtsgeschehen durch den Gebrauch von IT verändert hat. Erfahrungen
werden ausgetauscht im Hinblick auf die besonderen Faktoren der jeweiligen
Lehreinrichtung, psychologische Barrieren und bestimmte Einstellungen,
die bei der Implementierung neuer Ideen als Barriere wirken könnten.
Literaturempfehlungen
- Ellis, R. (1985)
Understanding Second Language Acquisition. Oxford: OUP.
- Ellis, R. (1994)
The Study of Second Language Acquisition. Oxford: OUP.
- Harmer, J. (1991)
The Practice of English Language Teaching. London: Longman.
- Hawkins, E. (ed.)
(1996) 30 Years of Language Teaching. London: CILT.
- Larsen-Freeman,
D. (1991) An Introduction to Second Language Acquisition. London: Longman.
- Little, D. (1991)
Learner Autonomy: Definitions, Issues and Problems. Dublin: Authentik.
- McLaughlin, B.
(1987) Theories of Second Language Learning. London: Edward Arnold.
- Rüschoff, B., Wolff,
D. (1999) Fremdsprachenlernen in der Informationsgesellschaft. Ismaning:
Hueber.
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Modul
2
Eigenverantwortliches
Lernen und IT:
Situationsmerkmale
(Lernerautonomie
und gemeinschaftliches Lernen)
Peppi Taalas und Jean Conacher
Ziele
- Einführung und Untersuchung von Konzepten zur Schaffung
von Selbstlernumgebungen für autonomes Lernen. Dazu
gehören Lernerautonomie, gemeinschaftliches Lernen,
selbstinitiiertes Lernen, aufgabenbasiertes Lernen.
- Erörterung der Konsequenzen
einer Lernumgebung:
veränderte Rollen von Lehrer und Schüler, Struktur des Lehr-
und Lernplanes, Entwicklung von Lehrmaterialien und ihre
Bewertung
- Erweiterungen und Verbesserung
der Lernumgebung durch IT
Aufbau
Durch eine kurze Einführungslektüre
werden die Teilnehmer vertraut gemacht mit aufgabenbasiertem Lernen und
Lernerautonomie. Sie sollen in der Lage dazu sein, Konzepte wie eigenverantwort-liches
Lernen, gemeinschaftliches Lernen und aufgaben-basiertes Lernen zu definieren.
Dabei sollen sie auch ergründen, welche Faktoren u.U. die Effizienz
solcher Ansätze beeinträchtigen könnten ( die bereits bestehende
Lernsituation, Erwartungen auf Seiten von Lehrern und Schülern, bekannte
Lehrmaterialien, usw.). Zudem sind die pädagogischen Aspekte zu beleuchten,
die hinter einer Präferenz für Selbstlernumgebungen stehen.
In Diskussionen über
die eigenständig erarbeiteten Kurspläne und Lehrmaterialien
werden die Teilnehmer herangeführt an Fragen der Verantwortlichkeit
oder der Urheberschaft bei bestimmten Programmen. Dabei werden Bereiche
abgedeckt wie `gegenseitiges Lernen´, die Erarbeitung von Lehrmaterialien
und ihre Bewertung. Die Teilnehmer bekommen Gelegenheit, die derzeit verfügbaren
Materialien auf WWW, CD-ROM usw. zu analysieren und sie auf ihre Verwendbarkeit
zu überprüfen.
Bestimmte Materialien und/oder
Bewertungsmöglichkeiten werden adaptiert bzw. für Selbstlernumgebungen
weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang soll der Status bestimmter, voneinander
abhängiger Komponenten in ihrem Einfluss aufeinander deutlich werden:
Schüler, Lehrer, Situation, Lerntheorie, Unterrichtsstil und Lehrmaterial.
Bereits verfügbare Software
oder Web-Materialien werden kritisch gesichtet ; einerseits im Hinblick
auf die Konzeption von Selbstlerneinheiten, andererseits als Anstoß
zur Veränderung bislang gepflegter, eigener Unterrichtspraktiken.
Die Teilnehmer können bereits erstelltes Material zum einen zur Unterstützung
von Selbstlern-Programmen benutzen; darüber hinaus soll es als Anreiz
bei der Entwicklung eigenständiger Web-Materialien dienen.
Mögliche Projekte
1. Theorie-orientierte Ansätze
Die Teilnehmer
- sichten Web- und Software-Material
als Basis "idealer"
Selbstlernbedingungen
- treffen eine bestimmte
Auswahl aus dem verfügbaren
elektronischen Material für die Entwicklung einer bestimmten
Selbstlerneinheit
- überprüfen, inwieweit
diese Auswahl die "idealen"
Bedingungen erfüllt
- ermitteln, welche Anpassungen
vorgenommen werden
müssen, um diesen Bedingungen nahezukommen
- überlegen,
ob die geforderten Bedingungen in der Tat
allgemein-gültig sind oder u.U. modifiziert werden müssen
- in
Abhängigkeit der Zielsprache, des Sprachniveaus, usw.
2. Praktische Umsetzung
theoretischer Konzepte
Die Teilnehmer
- konzentrieren sich auf
2-3 Beispiele aus Software oder Web
- überprüfen die
mögliche Verwendung dieser Materialien in
ihrer derzeitigen Unterrichtspraxis
- untersuchen, inwieweit die bisherige Unterrichtspraxis
zugunsten von autonomen Lernprozessen verändert werden
muss
- analysieren die Auswirkungen
solcher Veränderungen auf
das Verhältnis Lehrer/Schüler , u.a. geprägt durch die
Festlegung des Unterrichtstoffes und die Stellung von Aufgaben
- erörtern die Änderungen
( im Bezug auf Aufgabenstellung oder
Lernhilfen), die - bei Verwendung derselben Materialien - in
Einer ausgeprägteren Selbstlernsituation vorgenommen
werden müssten
Literaturempfehlungen
- Benson P and Voller
P(1997) Autonomy and Independence in Language Learning. London:
Longman.
- Clarke, D F (1989)
‘Materials adaptation: why leave it all to the teacher?’ in ELT Journal
43(2), 133-141.
- Clarke, D F (1991)
‘The negotiated syllabus: what is it about and how is it likely to work?’
in Applied Linguistics 12(1), 13-28.
- Cotterall, Sara
(1995) ‘Developing a course strategy for learner autonomy’ in ELT
Journal 49(3), 219-227.
- Little, D(1991)
Learner Autonomy. Definitions, Issues and Problems. Dublin: Authentik
- Schwienhorst, K
(1998) ‘Co-constructing learning environments and learner identities
- language learning in virtual reality’ Paper presented at the ED-Media/ED-Telecom,
Freiburg (http://www2/tcd/ie/CLCS/assistants/kschwien/Publications/coconstruct.htm)
- Tudor, Ian (1993)
‘Teacher roles in the learner-centred classroom’ in ELT Journal
47(1), 22-31.
- Wenden A and Rubin
J (1995) Learner Strategies in Language Learning. London: Prentice
Hall.
(wird fortgesetzt)
Websites
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Modul
3
Nachschlagewerke
beim Lernen und Lehren von Sprachen
Sake Jager
Ziele
Die Kursteilnehmer
werden informiert
- über elektronische Nachschlagewerke ( Wörterbücher,
Enzyklopädien, Rechtschreib- und Grammatikprogramme )
- über Vor- und Nachteile
beim Gebrauch elektronischer
Nachschlagewerke im Unterricht
Aufbau
- Überblick über
elektronische Nachschlagewerke
- Vor- und Nachteile elektronischer Nachschlagewerke
- Der Gebrauch elektronischer Nachschlagewerke als
Informationsquelle
- Der Gebrauch elektronischer Nachschlagewerke zur
Fehlerdiagnose und - korrektur
- Einführung in die
Nachschlagewerke dieses Kurses
- Praktische Übungen
- Diskussion
Projektbeispiel
Nachschlagewerke im Schreibunterricht
Bei der Vorbereitung für eine Unterrichtsstunde zur Schulung
von Schreibfähigkeiten in einer bestimmten Zielsprache wird auf On-Line-Quellen
zurückgegriffen: Themenbereiche, Wörterbücher
Von MS Word: Rechtschreib- und Grammatik-Check, Lexikon
Themenbereiche
1. Suchen Sie ein für
Ihre Schüler interessantes Thema. Hintergrundinformationen finden
Sie in Nachschlage- werken wie MS Encarta oder Encyclopae dia
Britannica. (Je nach Muttersprache bzw. Zielsprachen
können andere Nachschlagewerke benutzt werden).
2. Stellen Sie die verfügbaren
Hintergrundinformationen für ein bestimmtes Thema selbst zusammen.
Verwenden Sie MS Encarta (oder eine andere gespeicherte Enzyklopädie)
und Britannica Online
(http://www.britanica.com), um einen Überblick über die zum
Thema verfügbaren Informationen zu bekommen. Notieren Sie, wie Sie
die Informationen erhalten haben (welche Suchvorgänge erfolgreich
waren usw.) und welche themenbezogene Artikel und Weblinks sich als besonders
nützlich für die Hintergrund-informationen erwiesen haben. Sowohl
für Encarta als auch für Britannica existieren Weblinks.
3. Alternativ dazu können
Sie eine der viel Suchmaschinen im Netz verwenden - um noch mehr Informationen
zum gewählten Thema zu finden. Wir gehen darauf hier nicht näher
ein, zumal diese Fragen in einem späteren Modul wieder aufgegriffen
werden.
Suche nach Übersetzungsmöglichkeiten
für Wörter und längere Einheiten
1. Stellen Sie Wörter
und Ausdrücke zusammen, die für das Thema relevant sind. Starten
Sie das Programm für die bilingualen Wörterbücher (die
für den vorliegenden Kurs zur Verfügung stehen) und notieren
Sie die
Übersetzungen für die wesentlichen Wörter. Machen Sie diese
Übung ein zweites Mal, indem Sie die Übersetzungs- wörterbücher
aus dem Web verwenden. Für den Einstieg empfiehlt sich die Seite
der Uni-Paderborn-Wörterbücher. (http://www-math.uni-paderborn.de/dictionaries/Dictionaries.html).
Schreiben Sie einen kurzen Kommentar über die jeweilige Qualität
der angebotenen Übersetzungen. Stellen Sie für ihre Schüler
eine Liste empfehlenswerter
Wörterbuch-Webseiten zusammen
2. Sollte das Thema fachsprachliche
Übersetzungen von einer europäischen Sprache in die andere verlangen
(Recht, Regierung und Verwaltung, Landwirtschaft, Ausbildung usw.), nehmen
Sie das European
Commission Translation Service Eurodicautom zur Hilfe erreichbar unter
http://eurodic.echo.lu.
Schreiben in der Zielsprache
mit Hilfe des Textverarbeitungs-programms
1. Zunächst: Wahl
der relevanten Sprache
Als Sprachlehrer müssen
Sie häufig in der Zielsprache schreiben - und Ihre Schüler auch.
Es wird Ihnen erläutert, wie Sie Ihr Textverarbeitungsprogramm (wir
benutzen MS Word) einstellen müssen, um spezifische Merkmale aus
einer Vielzahl von Sprachen nutzbringend verarbeiten zu können.
2. Benutzung des Lexikons,
des Rechtschreib- und Gram-
matikprogramms
Die meisten Textverarbeitungen
haben standardisierte Programme für den Rechtschreibcheck und den
Gebrauch von Synonymen. Einige von ihnen bieten gleichzeitig Möglichkeiten
zur Überprüfung von Grammatik und Stil. Die Verwendbarkeit dieser
Hilfsmittel beim Lernen einer Sprache ist umstritten:
Es wird häufig argumentiert, dass die Studenten die richtige
Orthografie und die Bildung grammatisch korrekter Sätze von selbst
beherrschen sollten. Außerdem sind diese Hilfsmittel nicht ohne
Fehler (ganz im Gegenteil, würden einige behaupten). Man muss sich
daher über Möglichkeiten und Grenzen dieser Mittel absolute
Klarheit verschaffen, bevor man sie im Unterricht einsetzt. In diesem
Teil des Kurses wird gezeigt, wie die oben genannten Programme bei Aufsätzen
fortgeschrittener Lerner des Englischen angewendet werden können.
Gesamtanwendung
Konzipieren Sie eine Schreibübung auf der Basis des Stoffes, den
Sie heute gelernt haben. Benutzen Sie dabei die oben vorgestellten Nachschlagewerke.
Erklären Sie Ihren Schülern, aus welchen Quellen sie Informationen
beziehen können und welche Textverarbeitungshilfen ( nach oben beschriebenem
Muster) ihnen zur Verfügung stehen.
Literaturempfehlungen, Hinweise
auf Websites
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Modul
4
Der Gebrauch
des Internet beim Lehren und Lernen von Sprachen
Graham Davies und Josephine Dolan
Ziele
- Den Teilnehmern wird das
Internet als pädagogisches Mittel zur
Fremdsprachvermittlung vorgestellt
- Die Teilnehmer lernen die Internet-Angebote kennen, die von
besonderem Interesse für Sprachlehrer und -lerner sind
- Schwierigkeiten beim Gebrauch des WorldWideWeb (WWW)
beim Lehren und Lernen von Sprache werden zusammengestellt-
Lösungen werden erörtert
Aufbau
- Präsentation des Internet;
Zugangsmöglichkeiten
- Kurzer historischer Abriss
- Für Sprachlehrer relevante Internetdienste - wie z.B. E-Mail,
Diskussionslisten und das WWW
- Der Gebrauch von E-Mail für Sprachlehrer- und lerner
- Für Sprachlehrer relevante Diskussionslisten (z.B. WELL und
EUROCALL ) ; Zugangsmöglichkeiten
- Das WorldWideWeb :
- kurzer historischer Abriss
- Bedeutung für den Sprachlehrer (ergänzt durch nützliche
Websites)
- das Web als Grundlage zur Entwicklung auf Aufgaben
und Übungen. (Der Gebrauch eines Autorenprogramms für
die Konzeption von Übungen wird in Abschnitt 5 vorgestellt).
- Schwierigkeiten bei der Arbeit im Web. Folgende Bereiche werden
untersucht: a. Suchverfahren, b. das Web als alleiniger Zugriff auf
CALL, c. der Zugang zum Web in Stoßzeiten
- Die Arbeit mit Internet-Material off-line - um einige der Schwierig-
keiten unter 7. zu umgehen. In diesem Abschnitt wird gezeigt, wie
man Websites zu günstigen Zeiten herunterlädt, wie man im
Off-Line-Betrieb Übungen erstellt und wie man das Web zur
Erstellung einer authentischen Textsammlung benutzt.
Mögliche Projekte
1. Auswertung einer Website
- Suchen Sie eine der zuvor erwähnten Websites auf.
- Stellen Sie Überlegungen an zum pädagogischen Nutzen dieser
Website.
- Bereiten Sie eine Unterrichtssequenz vor - auf der Grundlage
der Überlegungen unter 2.
Welche praktischen Konsequenzen zieht die Arbeit im Internet
nach sich ? Welche Anpassungen im Bezug auf Unterrichtsver-
lauf, Lehrplan und zeitliche Einteilungen sind erforderlich ?
- Erörtern Sie Vor- und Nachteile des Internets im Unterricht.
Entwickeln Sie Ideen, mit denen die Nachteile ausgeräumt
werden können
2. Verwendung von E-Mail
- Stellen Sie Ihren Schülern einen speziellen Aspekt der
fremdsprachlichen Kultur vor
- Erarbeiten Sie einen Plan für dieses Projekt, das die Verwendung
von E-Mail berücksichtigt. Strukturelemente wären u.a.:
- Sprachniveau und -fähigkeiten der Schüler
- Zeitraster für das Projekt
- Lehrplan mit erforderlichen zeitlichen Beschränkungen
- Analysieren und bewerten
Sie die pädagogischen und praktischen
Implikationen Ihres Projekts
Literaturempfehlungen
- Burston J. (1998)
"From CR-ROM to the WWW: coming full circle", CALICO Journal 15,
1-3: 67-74.
- Bush M. (1996)
"Internet Mania", Multimedia Monitor. Philips Business Information
Inc., February 1996. Also on the Web at: http://moliere.byu.edu/web.htm
- Davies G. (1997)
"Lessons from the past, lessons for the future: 20 years of CALL", in
Korsvold A-K. & Rüschoff B. (eds.) New technologies in language
learning and teaching, Strasbourg, Council of Europe: 27-51.
- Davies G., Hickman
P. & Hewer S. (1994) Style guidelines for developers, TELL
Consortium, University of Hull, p.5.
- Felix U. (1998)
Virtual language learning: finding the gems among the pebbles, Language
Australia, Melbourne. A book and accompanying CD-ROM - available in
the UK from Camsoft. http://www.camsoftpartners.co.uk
- Wolff D. (1997)
"Computers and new technologies: will they change language learning
and teaching?". In Kohn J., Rüschoff B. and Wolff D. (eds.) New
horizons in CALL: proceedings of EUROCALL 96, Dániel Berzsenyi
College, Szombathely, Hungary: 65-82.
Websites
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Modul
5
Das Herstellen
von Webseiten für den Unterricht
Kathryn Allen und
Graham Davies
Ziele
- Die Teilnehmer werden mit eigenständig zu erstellenden
Webseiten für den Sprachunterricht vertraut gemacht. Besondere
Beachtung wird dabei die Motivation für die Erstellung
sprachlernorientierter Webseiten finden
- Diejenigen Sprachlernaktivitäten sollen herausgestellt werden,
die durch Webseiten unterstützt werden können - insbesondere
lernorientierte Aufgaben sowie kulturelle Informationen, die dem
Sprachlernprozess dienen
- Untersuchung und Bewertung derzeit verfügbarer Sprachlern-
Webseiten; überprüft wird dabei, inwieweit diese Seiten den
Erwartungen der Teilnehmer entsprechen
Aufbau
Vor dem Hintergrund bisheriger
Erfahrungen mit Computern im allgemeinen und mit den ersten fünf
Einheiten des ICT4LT werden die Teilnehmer mit den Grundlagen für
selbst erstellte Sprachlern-Webseiten vertraut gemacht. Folgende Problemkreise
werden erörtert:
Warum stellen wir überhaupt
Webseiten her?
- Was ist eine Webseite ?
- Die Funktion von Webseiten beim Sprachen lernen und lehren
- Welchen Nutzen hat eine Webseite für Ihr spezielles Sprachlehrprogramm
?
- Was gehört zum Herstellen einer Webseite ? (Hier ist nicht die
Erstellung einer eigenen Webseite vorgesehen. Vielmehr soll
die Diskussion Erkenntnisse über Web-Möglichkeiten in Ihrem
jeweiligen Arbeitskontext liefern).
Der Gebrauch von Web-Seiten
beim Sprachen Lehren und Lernen
- Welche Typen von Lernaufgaben sollte die Webseiten enthalten ?
- Der Gebrauch von Webseiten zur Vermittlung der
`zielsprachlichen Kultur´
- Lehrer/Schüler-Interaktion durch Webseiten (unabhängiges
Lernen)
- Das Herstellen von Webseiten als Sprachlernaufgabe
Die Untersuchung bestehender
Webseiten
- Wie sieht eine gute Webseite aus?
- Aspekte des Design
- Aspekte der Aufgabenauswahl
- Welche Typen von Webseiten werden in Ihrem Sprachlehr-
programm benötigt ?
Mögliche Projekte
1. Webseiten und Lernerbedürfnisse
Wählen Sie zwei
Webseiten aus und vergleichen Sie sie auf der Basis der folgenden Kriterien:
- Design. Ist die Seite leicht zu benutzen? Lassen sich die Links
zwischen einzelnen Abschnitten oder Seiten problemlos her-
stellen? Welchen Eindruck haben Sie von der Gesamtdarstellung der Informationen?
Würden Sie Verbesserungen für Ihre Schüler vornehmen?
- Sinn der Webseite. Welchem allgemeinen Zweck dient die
Webseite? Erfüllt sie diesen Zweck? Sind die Informationen auf
dem letzten Stand?
- Aufgaben. Welche Aufgabentypen enthält die Seite? Welche Art
des Sprachenlernens wird dadurch gefördert?
- Kulturelle Informationen. Welche kulturellen Informationen enthält
die Webseite? Inwieweit können sie den Sprachlernprozess
unterstützen?
- Gesamteindruck. Wie würden Sie die beiden Seiten insgesamt
bewerten?
2. Strukturierung virtueller
Seiten
Entwickeln Sie -
unter Berücksichtigung verschiedener Sprachlern-Webseiten - Ideen
für eigene Seiten. Nehmen Sie folgende Kriterien zur Hilfe:
- Zweck
- Aufgabentyp
- Strukturierung und Leichtigkeit in der Anwendung
- Verwendung von graphischen Darstellungen und Bildern
- Lernerbeteiligung bei der Herstellung von Webseiten
3. Die Strukturierung einer
Webseite als Sprachlernaufgabe
Überlegen Sie,
inwieweit das Herstellen einer Webseite gleichzeitig
ein Sprachlernprojekt sein könnte.
Literaturempfehlungen
- Atkinson T. (1998)
WWW: the Internet CILT (Infotech Series No. 3) London: CILT.
- Davies, G., Hickman,
P. and Hewer, S. (1994) Style guidelines for developers TELL
Consortium, University of Hull.
- Felix, U. (1998)
Virtual Language Learning: finding the gems amongst the pebbles
Melbourne: Language Australia.
Websites
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Modul
6
Autorenprogramme
Graham Davies und Freda Mishan
Ziele
- Die Kursteilnehmer erhalten
Anleitungen zur selbstständigen
Entwicklung von Kursmaterial
- Die Teilnehmer werden mit Autorenprogrammen vertraut gemacht
(mit Hilfe entsprechender, im Handel erhältlicher Programme)
- Pädagogische Aspekte
werden ins Bewußtsein gerückt, die die
Erarbeitung eigener und die Sichtung vorhandener Lehr- und
Lernmaterialien voraussetzen
Aufbau
- Überblick über das CALL-Kursmaterial; geeignet oder nicht
geeignet für Autorenprogramme
- Warum Autor sein? Vorteile einer Autorenfunktion (Material wird auf
die Bedürfnisse der eigenen Schüler zugeschnitten, persönliche
Interessen, Anwendung einer eigenen Lehrmethode, usw.)
- Ist ein Autor auch Programmierer ? Das benutzerfreundliche
`Interface´
- Muster für 5 Autorenprogramme. Welche Übungstypen werden
angeboten?; praktische Übungen für die Teilnehmer
- Experimentieren mit verschiedensten Übungstypen - Grenzen und
Möglichkeiten.
- Inhaltliche Aspekte: Gebrauch und Quellen authentischen Materials
- a) Textsammlungen. Quellen:
Internet; Sprachkorpora
- b) Übungen. Quellen:
Sprachkorpora; Konkordanzen
- Pädagogische Aspekte:
- Methodische Ansätze:
z.B. induktiv vs. explizit
- Wie lernt man mit Hilfe dieses Mediums ? (z.B. durch Eigeninitiative)
- Zur Angemessenheit verschiedener Lernstile
- Einschränkungen durch unterschiedliches Lernerniveau
Mögliche Projekte
1. Experimente mit Autorenprogrammen
zur Erarbeitung von ´Mini-Einheiten´
- Arbeit in Zweiergruppen. Wählen Sie einen bestimmten Struktur-
bereich, ein bekanntes Problemfeld, für Ihre Schüler aus:
Syntax,
Lexikon, Semantik, Diskursstruktur etc.
- Entscheiden Sie sich für ein bestimmtes Lernniveau
- Entscheiden Sie sich für einen methodischen Ansatz: z.B. induktiv
vs. explizit
- Entscheiden Sie sich für ein bestimmtes Lehrmaterial (und somit
für eine diesbezügliche Quelle) - authentisch (z.B. aus dem
Web
heruntergeladen, Konkordanzen usw.) oder eigenständig für
einen spezifischen Zweck erstellt ?
- Entscheiden Sie sich für einen geeigneten Typ von Autorenpro-
gramm - vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den prak-
tischen Übungen
- Erstellen Sie für jeden Übungstyp mindestens eine Übung
mit
Hilfe authentischer oder speziell erstellter Texte. Im Ergebnis
erhalten Sie eine ´Mini-Einheit´ für den ausgewählten
Strukturbe-
reich.
2. Bewußtmachung von
Problemkreisen im Bereich Autorenprogramme auf der Basis von Materialien,
die von anderen Kursteilnehmern erstellt wurden
- Die Teilnehmer arbeiten mit den Einheiten, die von anderen
Teilnehmern vorbereitet wurden
- Bewertung der Einheiten im direkten Gespräch
- Gehalt? Verständlichkeit? Herausforderung?
- Anwendung welches pädagogischen Ansatzes?
- Diskussion: Wie bleibt man seinem pädagogischen Ansatz treu,
während man mit einem Autorenprogramm arbeitet?
Literaturempfehlungen
- Blin F., Chénik
N. & Thompson J. (eds.) (1998) CALL Courseware Development: a
Handbook, Hull, EUROCALL
- Cameron K. (ed.)
(1998) Multimedia CALL: Theory and Practice, Exeter: Elm Bank
Publications
- Dunkel, P. (Ed.)
(1990) Computer-assisted Language Learning and Testing: Research
Issues and Practice. New York: Newbury House.
- Johns, T. (1997)
The Background, Development and Trialling of a Concordance-based CALL
Program, in Wichmann, A., Fligelstone, S., McEnery, T., Knowles, G.
(1997) Teaching and Language Corpora, Harlow: Longman: 100-115.
- Jones, C. (1986)
It's not so much the program: more what you do with it: the importance
of methodology in CALL, System 14, 2: 171-178
- Tippet, S and Cook,
B (1998) Authoring tools: a comparative study, ReCALL Journal
10:2 (1998): 12-17.
- Wilson, E (1997)
The Automatic Generation of CALL exercises from general corpora, in
Wichmann, A., Fligelstone, S., McEnery, T., Knowles, G. (1997) Teaching
and Language Corpora, Harlow: Longman: 116-130.
+ see CTICML
CALL Bibliography below.
Websites
Multimedia
authoring:
Authoring
software used in the course:
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Modul
7
Datenkorpora
und Konkordanzen
Angela Chambers,
Victoria Kelly und Ole Lauridsen
Ziele
- Die Teilnehmer sollen lernen, mit Datenkorpora und Konkordanzen
zu arbeiten, um sie im Sprachunterricht verwenden zu können.
- Die Nutzbarkeit von Computern im allgemeinen, von Konkordanz-
programmen im speziellen - als ´kognitive Hilfsmittel´ beim
Lernen
einer Sprache - soll zum Gegenstand der Reflexion gemacht werden.
Aufbau
Korpora
- Was ist ein Textkorpus? Allgemeine Definition
- Kurzer historischer Abriss
- Das Problem der Repräsentativität und der exemplarische
Textkorpus
- Größe und Struktur eines Textkorpus; das Internet als virtuelles
Textkorpus
- Überblick über bestehende Textkorpora
- Die linguistische Verwendung von Textkorpora (Englisch: CoBuild
usw.)
- Herstellen und Benutzen von kleinen Korpora für das Lernen und
Lehren von Sprachen
Benutzung von Konkordanzen
- Konkordanzanwendung: Definition
- Vorhandene Konkordanz-Software
- Kurzer historischer Abriss
- Verwendung von Korpora und Konkordanzprogrammen in
Sprachlernprozessen
- Verwendung von Korpora und Konkordanzprogrammen bei
Textanalysen
- Korpora und Konkordanzprogramme als Unterstützung bei
Übersetzungen
- Korpora und Konkordanzprogramme als Unterstützung bei der
Schulung von Schreibfähigkeiten
Mögliche Projekte
1. Konkordanzsysteme beim
Lernen einer Sprache
- Bestimmen Sie einen Lernbereich, für den der Gebrauch eines
Datenkorpus oder einer Konkordanz sinnvoll erscheint, z.B.
´ phrasal verbs´ im Englischen, Negation im Französischen.
- Entscheiden Sie sich für
einen verfügbaren Korpus oder erstellen
Sie selbst eine kleine Sammlung relevanter Texte
- Wählen Sie Ihre Suchbegriffe und lassen Sie die entsprechenden
Fundorte ausdrucken
- Geben Sie an, wozu diese Listen im Unterricht verwendet werden
sollen (Theorie, Methodik, Bewertung von Ergebnissen).
- Vergleichen Sie diese Methode mit der Darstellung desselben
sprachlichen Aspekts in einem gängigen Grammatik- oder Lehrbuch
2. Konkordanzsysteme
und Textanalyse
Dieses Projekt können
Lehrer/Kursteilnehmer, je nach Kenntnis- stand und Interessenlage, während
des Kurses durchführen - und es später für ihre Schüler
ggf. modifizieren
- Entscheiden Sie sich für ein Thema, das sie interessiert. Stellen
Sie eine kleinen Korpus von elektronischen Artikeln zusammen
(aus 1-2 Zeitungen oder Zeitschriften)
- Wählen Sie einen Untersuchungsbereich, z.B. die Darstellung
einer bekannten Persönlichkeit in den Artikeln; oder auch -
kontrastiv - die unterschiedliche Darstellung von zwei Persönlich-
keiten
- Wählen Sie Ihre Schlüsselbegriffe und lassen Sie die entspre-
chenden Beispiele ausdrucken
- Analysieren Sie die Ergebnisse
- Bewerten Sie die Verwendung einer Konkordanz für diese Art der
Textanalyse.
Literaturempfehlungen
- Aston, G. (in press)
"Small and large corpora in language learning". In Lewandowska-Tomaszczyk,
B. et Melia, J. (eds) Proceedings of the First International
Conference on Practical Applications in Language Learning.
- Ball, Catherine
N. (1996) Tutorial: Concordances and Corpora. http://www.georgetown.edu/cball/corpora/tutorial.htm
- Barlow, M. (1996)
MonoConc for Windows. Houston, Texas: Athelstan.
- Blanche-Benveniste,
C. (1996) "De l’utilité du corpus linguistique." Revue
Française de Linguistique Appliquée, 1-2, 25-40.
- Church, K. W. et
Mercer, R. L. (1993) "Introduction to the special issue on Using
Large Corpora", Computational Linguistics, 19, 1, 1-24.
In Habert, B. Nazarenko, A. et Salem, A. (1997) Les Linguistiques
de corpus. Paris: Armand Colin.
- Habert, B. Nazarenko,
A. et Salem, A. (1997) Les Linguistiques de corpus. Paris: Armand
Colin.
- Johns, T. (1988)
"Implications et applications des logiciels de concordance dans
la salle de classe". Les Langues Modernes, 5, 29-41.
- Johns, T. (1991)
"Should you be persuaded: two examples of data driven learning".
In Johns, T. et King, P. (eds) (1991) Classroom concordancing.
ELR Journal, 4, 1-16.
- Kettemann, B. (1995)
"Concordancing in stylistics teaching". In Grosser, W., Hogg,
J. et Hubmeyer, K. (eds) Style: Literary and Non-Literary. Contemporary
Trends
in Cultural Stylistics. New York: The Edwin Mellen Press, 307-318.
- Leech, G. (1991)
"The state of the art in corpus linguistics". In Aijmer, K
et Altenberg, B. (eds) English Corpus Linguistics. Studies in Honour
of Jan Svartvik. London and New York: Longman.
- Mpartusa, C., Love,
A., et Morrison, A. (1991) "Bringing concord to the ESP classroom".
In Johns, T. et King, P. (eds) Classroom concordancing. ELR
Journal, 4, 1-16.
- McEnery, T. &
Wilson, A. (eds) (1996) Corpus Linguistics. Edinburgh: Edinburgh
University Press.
- Parlett, M. L.
(1970) The Syllabus-bound Student. In Hudson, L. (ed.) The
Ecology of
Human Intelligence. Harmondsworth: Penguin.
- Rézeau,
J. (1997) "Concordances, cédérom et Internet au service
de l’enseignement du français aux adultes." The Dong-eui
International Journal, 3, June, 166-192.
- Rundell, M. (1996)
"The corpus of the future and the future of the corpus". Paper
delivered at a conference on New Trends in Reference Science, University
of Exeter. http://www.ruf.rice.edu/~barlow/futcrp.html
- Sinclair, J. (1991)
Corpus, Concordance, Collocation. Oxford: Oxford University Press.
- Scott, M. (1996)
Wordsmith Tools. Oxford: Oxford University Press.
- Scott, M. et Johns,
T. (1993) MicroConcord. Oxford: Oxford University Press.
- Stevens, V. (1995)
"Concordancing with Language Learners Why? When? What?". CAELL
Journal, 6/2, 2-10.
- Tribble, C. (1990)
"Small scale corpora in ELT: an investigation into vocabulary use."
CAELL Journal, 1/4, 13-17.
- Tribble, C. et
Jones, G. (1990) Concordances in the Classroom. London: Longman.
- Wilson, J. D. (1981)
Student Learning in Higher Education. London: Croom Helm.
Websites
- http://sun1.bham.ac.uk/johnstf/timconc.htm
Hier handelt es sich um die Website von Tim
Johns, einem Pionier der konkordanzbasierten Forschung und Lehre. Diese
´datenba-sierte Lernseite´enthält eine exzellente Literaturliste
im Bezug auf Konkordanzsysteme. In ihr sind Literaturangaben zusammengefasst,
die sich auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten von Datenkorpora
im Sprachunterricht beziehen. Darüber hinaus erhalten wir Informationen
- mit praktischen Beispielen - über viele Konkordanz- programme.
Eine Anzahl an Links zu vielen anderen nützlichen Websites mit
Konkordanzsystemen wird angeboten.
- http://www.georgetown.edu/cball/corpora/tutorial.html
Dieses Tutorial
stellt kostenlose sowie im Handel erhältliche elektronische Textkorpora
zusammen. Eine kritische Sichtung von Konkordanzsystemen als Instrumente
zur Sprachanalyse wird geboten. Demonstriert wird die Funktionsweise
des bekannten Scanners HP Scanjet IIp und des OCR-Systems (TypeReader)
zur Erzeugung elektronischer Texte. Das Internet wird benutzt, um kostenlos
Texte in etlichen Sprachen aufzufinden.
- http://www-rali.iro.umontreal.ca/TransSearch/TS-simple-uen.cgi
TransSearch
ist ein Online-Konkordanz-Programm, das die gleichzeitige Verwendung
des parallel geschalteten, bilingualen Englisch-Französischen Hansard-Korpus
(Kanada) ermöglicht
- http://www.ruf.rice.edu/%7Ebarlow/corpus.html
Diese
Website wird von Michael Barlow an der Rice University betrieben. Sie
bietet Links zu elektronischen Textkorpora in verschiedenen Sprachen,
bietet Suchprogramme für zahlreiche Korpora an und stellt eine
längere Liste verschiedener Konkordanz- und ´Tag´systeme
zusammen. Eine äußerst umfangreiche Literatur-liste sowie
Links zu vielen anderen Websites für Korpuslingusitik und Konkordanzsysteme
runden das Bild ab.
- http://www.students.uiuc.edu/~jc-lai/concordances.html
Diese einfache
Website liefert lediglich Links zu anderen Websites, die sich auf Konkordanzen
beschränken. Darüber hinaus werden Links zu Informationen
für den Bereich der Kollokationen in Forschung und Unterricht angegeben.
- http://info.ox.ac.uk/bnc/corpora.html
Auf
dieser Seite sind Zentren und Projekte aufgeführt, über die
man leicht Zugang zu Sprachkorpora (vor allem englische) bekommen kann.
Außerdem enthält sie hervorragende Links zu Einrichtungen,
die grundlegende Informationen im Bereich Korpuslingusitik liefern.
- http://www.hit.uib.no/text.htm
Diese
Website wird von ICAME (International Computer Archive of Modern and
Medieval English) betrieben. Dieser Link vermittelt u.a. Informationen
über Texte, Textzentren, Adressen und Konkordanz-programme im Web
- http://cedric.cnam.fr/ABU/
Diese
Website der Association des Bibliophiles Universels enthält vor
allem literarische Texte und entsprechende Konkordanzmöglich-keiten
- http://www.cltr.uq.oz.au:8000/~richardc/concord.html#sites
related to concordancing
Eine ausgezeichnete Website mit einem großen Fundus an Informationen
zum Gebrauch von Konkordanzen im Unterricht; umfangreiche Angaben zu
Artikeln, Buchtiteln und Literaturlisten im Bereich Konkordanzen; Konkordanzsoftware,
Kopora und etliche Angaben zu Textmaterialien
- http://www.ruf.rice.edu/~barlow/stevens.html
Es
handelt sich hier lediglich um einen hervorragenden Artikel von Vance
Stevens: " Concordancing with Language Learners"; online abrufbar
über Michael Barlows Website. Nach einem kurzen histo-rischen Abriss
wird erörtert, warum man wann welche Konkordan-zen im Sprachunterricht
einsetzen sollte. Der Aufsatz bezieht über-zeugend Stellung für
die Verwendung von Konkordanzsystemen im Unterricht.
- http://www.dundee.ac.uk/english/wics/wics.htm
Diese
Website enthält u.a. Konkordanzen zur Literatur von Shelley, Coleridge,
Blake, Keats und Hopkins; außerdem Arbeitsbücher und Studienanleitungen
für die einzelnen Konkordanzen
- http://www.sussex.ac.uk/langc/CALL.html
Die
´Virtual CALL Library´ sieht sich als Zentrum für den
Zugang zu einer umfangreichen Software-Sammlung im Bereich ´Computer-unterstütztes
Sprachlernen´. Die entsprechenden Quellen finden sich quer über
das Internet verstreut und können heruntergeladen werden.
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Modul
8
Über
Aufbau und Gestaltung eines
Sprachlernzentrums
Lydia Priestley und Siobhán
Murphy
Einführung
Die wesentliche
Motivation für Einrichtungen mit persönlichen Zugriffsmöglichkeiten
liegt in den individuellen Lernerbedürfnissen.
Lerner unterscheiden sich in ihren Lernstilen und ihren Präferenzen
für bestimmte Lernaktivitäten. Sie stellen unterschiedliche
An-sprüche, in Abhängigkeit von ihrem Beruf oder ihrem Studienbe-reich.
Außerdem können zeitliche Einschränkungen und andere Faktoren
können den Lernprozess beeinflussen. Insofern bietet der individuelle
Zugang zu Lernmaterialien die Möglichkeit, die Lern-situation den
persönlichen Erfordernissen effektiv anzupassen.
In den Selbstlernzentren
(Learning Resource Centres) - so die gängige Bezeichnung - werden
oftmals die modernen IT-Medien mit den Möglichkeiten der traditionellen
Bibliotheken kombiniert. Dabei sollen autonome Lernprozesse unterstützt
werden. Kenner dieser Zentren sind sich darüber einig, dass - vor
dem Hintergrund medialer Vielfalt - der Lernprozess effektiver ist, wenn
die Lerner aktiv beteiligt werden; wenn sie Verantwortung für die
Lernvorgänge übernehmen und bei entsprechenden Entscheidun-gen
mitwirken. So betont z.B. Knowles (1975), dass Lerner mit Eigeninitiative
mehr und besser lernen als diejenigen, die an den Lippen des Lehrers hängen
und darauf warten, dass ihnen etwas beigebracht wird. Die ´von selbst
aktiven´ Lerner sind zielstrebiger und motivierter als die ´re-aktiven´Lerner.
Darüber hinaus haben sie den gelernten Stoff besser gespeichert und
können ihn nutzbringen-der anwenden.
Dieses Modul zeigt den Teilnehmern,
wie ein Sprachlernzentrum strukturiert sein sollte, das die Eigenständigkeit
der Benutzer fördert.
Ziele
- Die Teilnehmer werden mit
derzeitigen Praktiken und Entwick-
lungen im Sprachlernzentren vertraut gemacht
- Es werden wesentliche Komponenten
für die beste Form von
Management und Organisation solcher Zentren zusammengestellt
- Die Teilnehmer erwerben
grundlegende Organisationsfähigkeiten
für entsprechende Zentren
- Zentrale Aspekte des autonomen
Lernens werden ins Bewußtsein
gerückt
Aufbau
- Vorstellung von Sprachlernzentren
- Einrichtung und Zugangsmöglichkeiten
- Finanzierung
- Fragen des Copyrights
- Ausstattung (Audio/IT/neue Technologien) - Anschaffung
und Wartung
- Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
- Sprachliche Materialien - Anschaffung und Wartung
- Dienstleistungen (z.B. Beratung); Weiterentwicklung
- Personalstruktur
Mögliche Projekte
1. Konzipieren Sie das ideale
Sprachlernzentrum für Ihre Einrich-
tung. Gehen Sie in den folgenden Schritten vor:
- Fragebogen für Bedarfsanalyse/Umfrage + Benutzerprofile
- das Sprachlernzentrum im Kontext der gesamten Einrichtung
- anzubietende Serviceleistungen
- erforderliches Budget für Hardware, Software, bauliche Verände-
rungen, Mobilar, Personal usw.
- erforderliche Materialien; zusätzlich erwünschte Materialien
- Entwurf und Grundriss des Zentrums
2. Überprüfungs-
und Bewertungsinstanzen
- Überlegen Sie, mit welchen Mitteln man die Effizienz des
Sprachlernzentrums überprüfen und bewerten kann
- Denken Sie über Strategien nach, mit denen man Lernmaterial,
Benutzer und die Hardware überprüfen bzw. kontrollieren kann
- Entwickeln Sie einen Plan für die regelmäßige Kontrolle
eines
Zentrums mit individuellem Zugriff
- Erarbeiten Sie Techniken, mit denen die Lerner in einem solchen
Zentrum unterstützt werden können
3. Autonomes Lernen als
Teil eines Moduls/einer Kurseinheit
- Nehmen Sie das Muster eines Moduls/Kurses (mit dem Sie bereits
Erfahrungen gemacht haben). Überlegen Sie, inwieweit der auto-
nome Lerner in diesem Modul berücksichtigt werden kann; und
zwar als zentrales Element und nicht etwa als zusätzliche Beson-
derheit
- Gliedern Sie ihr Modul neu unter Berücksichtigung der genann-
ten Faktoren
Literaturempfehlungen
- Besnon, P. und
Voller, P. (1997), Autonomy in Language Learning. London: Longman.
- Esch, E. (ed.)
(1994), Self Access and the Adult Language Learner. London: CILT
- Knowles, M.S. (1975), Self-directed learning: a guide
for learners and teachers. Chicago: Association Press.
- Little, D., Self-access Systems for Language Learning.
CILT/AUTHENTIK
- Little, D. (1991), Learner Autonomy. Definitions, Issues
and Problems. Dublin: Authentik
- Little, D. (1998), Technologies, Media and Foreign
Language Learning. Dublin: Authentik
- Sheerin, S. (1989), Self access. In: Maley, A. (ed.)
Resource Books for Teachers. Oxford: Oxford University Press
- Wenden, A., Learner Strategies for Learner Autonomy.
Prentice Hall
Websites
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Modul
9
Über
den Aufbau einer Einrichtung für den individuellen Zugang zu Sprachlern-
programmen
Siobhán Murphy
Kurzbeschreibung
des Instituts ´Language Resource Area´
Dept. of Languages and Cultural Studies
University of Limerick
- Einführung
- Räumlichkeiten
- Regelmäßiges
Programmangebote
- Kontakte
Einführung
Die Einrichtung ´Language
Resource Area (LRA)´ spielt eine zentrale Rolle bei der Zusammenstellung
von Sprachmaterialien. Sie wird von Lehrkräften und Studierenden
des Seminars für Sprache und Kultur gleichermaßen genutzt -
auch für Forschungszwecke.
Das LRA stellt dem Seminar
darüber hinaus seine Räumlichkeiten für die TEFL-Studiengänge
zur Verfügung.
Die LRA-Bibliothek verfügt
über einen umfangreichen Fundus (Audio, Video, Zeitschriften, Software)
für die Bereiche Zweitsprachenerwerb, Linguistik, Informationstechnologie
für den Sprachunterricht, Korpus-analyse, Lernerstrategien. Sie ist
von erheblichem Nutzen für Lehrer jeder Sprache.
Das LRA wird nicht nur von
den eingeschriebenen Studenten der Universität genutzt. Auch Teilnehmer
des ERASMUS/SOCRATES-Programms, die an der Universität Limerick Englisch
lernen, nehmen die Angebote intensiv in Anspruch. Dasselbe gilt für
Schüler aus Japan, China, Südamerika usw., die in Irland ihre
Englischkennt-nisse erweitern wollen.
Eine Vielzahl an Lehrbüchern,
Dokumentationen, Filmen, Lernmate-rialien und Software steht zur Verfügung
- als Ergänzung zum Unter-richtsstoff. Lehrer und Lerner werden gleichermaßen
dazu angehal-ten, das gesamte LRA-Angebot zur Kursvorbereitung und zur
eige-nen Weiterbildung zu nutzen.
Lehrkräfte stellen immer
wieder fest, wie ertragreich eine Surftour
durch das LRA-Material bei der Vorbereitung auf den Unterricht sein kann
Räumlichkeiten
Das LRA teilt sich auf in die
Rezeption, das CALL-Labor, das Zentrum für individuelles Lernen,
zwei traditonelle Sprachlaboreinrichtungen und einen Raum für Unterricht
und Sprachaufnahmen. Die Rezeption ist die erste Anlaufstelle für
alle Benutzer, Lehrer wie Studierende. In den ersten Semesterwochen werden
für die Neuankömmlinge Füh-rungen durch das Zentrum angeboten.
Gezeigt wird dabei u.a. das CALL-Labor mit seinen 20 multimedialen PCs,
das Zentrum für indi-viduelles Lernen (12 Stunden täglich geöffnet)
sowie alle weiteren Räumlichkeiten des LRA.
Mitarbeiter helfen bei der
Benutzung der Software und erklären die verschiedenartigen Hilfsmittel
für das Lehren und Lernen von Spra-che oder für Forschungszweke.
Regelmäßiges
Programm
Das LRA ist in viele Aspekte
von Lehre, Studium und Forschung des Seminars für Sprache und Kultur
integriert. Ständig finden am LRA Lehrveranstaltungen statt, so z.B.
über Themen wie ´Die Ver-wendung von Konkordanzen bei der Ausbildung
zum Übersetzer´, ´Web-Editing´, oder ´Autonomes
Sprachenlernen´.
Den Studierenden wird nahegelegt,
jede Woche eine bestimmte
Zeit im LRA zu verbringen; sei es für Gruppenarbeit an Hausauf-gaben
oder zur individuellen Weiterbildung; sei es zur Erweiterung von Sprechfähigkeiten
oder zur Verbesserung des Hörverstehens ; oder sei es, um über
aktuelle Ereignisse des Kulturraums informiert zu werden, dessen Sprache
sie lernen. Studentische Gemeinschaf-ten (wie z.B. die Hispanische Gesellschaft
oder die Deutsche Gesell-schaft) treffen sich regelmäßig im
LRA, u.a. zu Filmabenden.
In jedem Semester organisieren
Mitarbeiter des LRA ´Treffen für Sprachaustausch´. Dabei
kommen Muttersprachler verschiedener Herkunft zusammen, die jeweils die
Sprache und Kultur ihres Gegenübers studieren und so von Informationen
aus erster Hand profitieren können.
LRA-Mitarbeiter assistieren
bei der Arbeit im ´E-Mail-Tandem-Netzwerk-Projekt´. Sie erklären
Benimmregeln der E-Mail-Kom-munikation und bieten Unterstützung an,
wenn eine Partnerschaft nicht gleich zu Stande kommt.
Für Lehrkräfte wird
Hilfe bei der Entwicklung neuer Konzepte ange-boten: Benutzung von WWW
im Unterricht, Verwendung von Pro-grammen und Dateien bei der Entwicklung
relevanter Übungsein-heiten, Entwürfe für Projekte und
Aufgaben im Bereich Satelliten-TV.
Angebote
Die folgende Liste soll einen
Eindruck darüber vermitteln, was das LRA zu bieten hat bzw. inwieweit
dort individuelle Präferenzen realisierbar sind. Man kann:
- einen Partner zum Sprachaustausch finden
- sich einen Tandem-E-Mail-Partner suchen
- Sprachlernmaterial benutzen - als Anfänger oder Fortgeschrittener,
für eine Vielzahl von Sprachen, mit Unterstützung verschiedenster
Medien
- Kenntnisse darüber anreichern, in welcher Form das WWW
für das Lehren und Lernen von Sprachen oder für Forschungs-
zwecke einsetzbar ist
- Zugang zu den neusten Information aus der Welt von ICT - 4-LT
finden
- einen Camcorder oder ein Notebook für den Unterricht oder
Vorträge ausleihen
- ein Wort in einer Internet-Zeitschrift oder einem elektroni-
schen Wörterbuch nachschauen
- sich Nachrichten oder eine Soap in der Zweit- oder Drittsprache
ansehen
Kontakte
Für zusätzliche Informationen
rufen sie bitte auf: A1077 oder wenden sich an:
Siobhan Murphy
Language Resource Area
Dept. of Languages & Cultural Studies
University of Limerick
Limerick, Ireland
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